Sonntag, 11. Oktober 2015
Geblieben: Gestern
Leider bin ich kein Mann für alle Fälle und Probleme jeglicher Art gefallen mir nicht. Anatomisch Mann, aber auch keine Frau und meist auch kein Mensch, denke ich mir mein neues Morgen und versäumte die Gegenwart.

Weil das Gestern blieb, schreibe ich es um, damit zumindest ein Hauch der Zukunft bleibt, wie sie war – Nirwana: Nie wahr. Niemand geht in die Kneipe um der Wahrheit willen. Alle trinken in Gesellschaft von Leuten, denen er zu Hause nie begegnen will, auch nicht im Fernsehen.

Und da sind auch noch die Helden auf DVD, die mir allerletzte Fantasien rauben, wie ich hätte sein wollen. Oder wie es wohl wäre, ein Imperium zu besitzen oder nur ein kleiner Gangster darin zu sein. Unmoralisch, im Kinofilm kommt das gut für die Spannung an, im wahren Leben hätte ich gerne all die Attribute ohne jegliche negative Wirkungen.

Bei meinem nächsten Kneipenbesuch nahm ich einen kleinen Rekorder mit. Ich wollte mir dadurch Ideen aufzeichnen, weil ich am nächsten Tag leider das meiste wieder vergessen hatte. Und dann nahm ich diesen Rekorder immer mit, wenn ich nach draußen ging. Abends hörte ich all diese Aufnahmen an, bevor ich wieder in die Kneipe ging. Leider bemerkte ich, dass mich das Aufnahmegerät veränderte, ich dachte ständig daran und verhielt mich anders.

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